Hat Ihr Kind eine Angststörung?

Anonim

Angststörungen sind häufige psychiatrische Erkrankungen, die in bestimmten Situationen im Allgemeinen Angst- oder Angstgefühle hervorrufen. Kinder - auch sehr kleine Kinder - sind nicht immun gegen die Entwicklung einer Angststörung. Wenn die Symptome nicht erkannt und unbehandelt bleiben, können junge Patienten akademische Schwierigkeiten, soziale und zwischenmenschliche Probleme und Schwierigkeiten haben, sich an neue Lebenserfahrungen anzupassen.

Häufige Angststörungen in der Kindheit

Panikstörung. Wiederholte Panikattacken sind die Markenzeichen der Panikstörung. Panikattacken sind plötzliche und intensive Gefühle von Terror, Angst oder Besorgnis, ohne tatsächliche Gefahr. Ein Kind mit einer Panikstörung kann ängstlich oder verärgert über bestimmte Situationen sein oder häufige körperliche Beschwerden (z. B. häufige Kopfschmerzen, Magenverstimmung) vor oder während bestimmter befürchteter Aktivitäten haben. Er kann vermeiden oder sich weigern, sich in Situationen zu befinden, die er aufgrund der Panikreaktion als erschreckend empfindet. Dies kann zur Entwicklung einer separaten Angststörung führen, die als Agoraphobie bezeichnet wird.

Zwangsstörung (OCD). Obsessionen sind wiederholt, aufdringlich und unerwünschte Gedanken oder Bilder. Zwangsmaßnahmen sind rituelle Verhaltensweisen, die das Kind nur schwer kontrollieren kann. Beispiele für rituelles Verhalten können Zählen, übermäßiges Händewaschen, Wortwiederholung oder ein besonderer Fokus auf das Anordnen von Gegenständen oder persönlichen Gegenständen sein.

Trennungsangststörung. Trennungsangst gilt als normaler Bestandteil der Entwicklung des Kindes. Es beginnt, wenn das Kind etwa 8 Jahre alt ist, und fällt nach etwa 15 Monaten ab. Während dieser Zeit versteht das Kind die Trennung zwischen dem eigenen Haus und dem Hausmeister. Das Kind versteht, dass es vom Hausmeister getrennt werden kann, versteht jedoch nicht, dass der Hausmeister zurückkehren wird, was zu Angstzuständen führt. Auf der anderen Seite ist die Angststörung durch Trennung keine normale Entwicklungsphase. Es zeichnet sich durch unangemessene Ängste vor der Abwesenheit, von Eltern oder anderen Familienmitgliedern aus. Ein Kind mit Trennungsangststörung kann für Familienmitglieder übermäßig anfällig sein, Angst haben, zur Schule zu gehen oder allein zu sein. Bei ihm treten häufig körperliche Beschwerden auf (z. B. Kopfschmerzen, Magenverstimmung).

Soziale Angststörung. Zu den Merkmalen einer sozialen Angststörung gehört eine übermäßige und unvernünftige Angst vor sozialen Situationen. Wenn das Kind in eine gefürchtete Situation gezwungen wird, kann es zu Wutanfällen kommen. Kinder mit dieser Erkrankung sind in Bezug auf Fremde oder Gruppen von Menschen möglicherweise äußerst schüchtern und können ihre Angst durch Weinen ausdrücken oder sich zu sehr mit den Betreuern zusammenhalten. Das Kind möchte möglicherweise nicht zur Schule gehen und kann Interaktionen mit Gleichaltrigen vermeiden.

Phobien Eine Phobie ist eine äußerst irrationale Angst vor einem bestimmten Objekt (z. B. Spinnen) oder Situationen (z. B. Höhen). Wenn das Kind mit dem gefürchteten Objekt oder der Situation in Kontakt kommt, kann es sehr ärgerlich werden, ängstlich werden und Panikattacken verspüren. Phobien können behindern und die üblichen Aktivitäten des Kindes beeinträchtigen.

Generalisierte Angststörung. Kinder mit generalisierter Angststörung machen sich über alltägliche Dinge Sorgen. Sie erwarten normalerweise Katastrophen- oder Worst-Case-Szenarien in einer Vielzahl von Situationen. Die chronische Sorge von Kindern mit generalisierter Angststörung ist unter den gegebenen Umständen unvernünftig und irrational. Kinder mit generalisierter Angststörung haben oft körperliche Beschwerden, die Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Muskelschmerzen und Müdigkeit umfassen können.

Anzeichen und Symptome

Ein Kind mit einer Angststörung kann körperliche Beschwerden und / oder ungewöhnliche oder unvernünftige Verhaltensweisen aufweisen. Das Folgende ist eine Liste von Anzeichen und Symptomen, die häufig bei Kindern mit einer Angststörung auftreten. Es ist oft schwierig, diese Anzeichen und Symptome von bestimmten medizinischen oder anderen psychischen Zuständen oder sogar der Entwicklung des normalen Stadiums zu unterscheiden. Diese Liste ist nicht zur Diagnose gedacht - nur ein Arzt oder ein anderer qualifizierter Fachmann kann ein Kind mit einer Angststörung diagnostizieren.

  • Weigerung oder Abneigung, zur Schule zu gehen
  • verminderte akademische Leistung
  • extreme Scheu oder Nervosität, die in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Situationen steht
  • Schwierigkeiten, Angst oder Vermeidung der Interaktion mit Gleichgesinnten
  • seltsame Rituale wie übermäßiges Händewaschen, Zählen oder Anordnen von Objekten
  • Angst davor, von zu Hause weg, Eltern oder andere Familienmitglieder zu sein
  • häufige weinende Zaubersprüche
  • anhaltende körperliche Beschwerden, die Kopfschmerzen, Magenverstimmungen, Muskelschmerzen oder Müdigkeit umfassen können
  • Schlafstörungen oder Albträume
  • nicht alleine schlafen oder Angst vor der Dunkelheit haben wollen
  • Bettnässen
  • Schwierigkeiten beim Konzentrieren
  • Reizbarkeit oder häufige Wutanfälle

Diese Liste ist nicht als All-Inclusive gedacht. Ein Kind kann eine Angststörung haben, auch wenn diese Anzeichen und Symptome nicht offensichtlich sind. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind eine Angststörung hat, suchen Sie professionelle Hilfe.

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